Wie du mit einer zuckerfreien Ernährung dein Immunsystem stärken kannst

Wie du mit einer zuckerfreien Ernährung dein Immunsystem stärken kannst

Im Jahr 2020 wurde uns allen richtig bewusst wie wichtig die Gesundheit und ein starkes Immunsystem ist. Nicht, dass wir dies nicht vorher schon wussten. Doch Corona hat uns ziemlich klar vor Augen geführt, dass Geld und materielle Dinge völlig unwichtig sind, wenn die Gesundheit in Gefahr oder sogar bereits angeschlagen ist.

Wir können nicht ändern, was von aussen auf uns zugetragen wird. Aber wir können ändern, wie wir mit bestimmten Situationen umgehen. Lassen wir einfach alles auf uns zukommen und sehen was passiert, oder unternehmen wir möglichst alles, um die Situation positiv zu beeinflussen.

Wir haben im letzten Jahr gelernt, dass wir uns gegen Viren (damit meine ich alle möglichen Viren, nicht nur Corona) mit Masken, Abstand halten, häufigem Händewaschen und wenig Kontakten relativ gut vor einer Virusinfektion schützen können. 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist aber auch unser Immunsystem. Ist unser Immunsystem geschwächt  und wir kommen mit Viren in Kontakt, ist es für diese kleinen Biester ein leichtes, uns krankzumachen. Deshalb ist es so wichtig unseren Körper von innen zu stärken, sodass unsere Zellen bei einem Angriff auf Hochtouren laufen. Natürlich können wir auch mit einem intakten Immunsystem und gesundem Lebensstil krank werden. Aber wir können zumindest mit gutem Gewissen sagen, dass wir alles Mögliche dafür getan, unseren Körper so gut wie es nur geht im Schuss zu halten und bereit zu sein, Krankheiten mit all unseren Kräften zu bekämpfen.

Was hat Zucker mit dem Immunsystem zu tun?

Wie soll nun eine zuckerfreie Ernährung unsere Gesundheit stärken? Es mag auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz ersichtlich sein. Aus persönlicher Erfahrung kann ich aber sagen, dass eine zuckerfreie Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf deine Gesundheit hat. Seit ich im Sommer 2018 komplett auf Zucker verzichtete, wurde ich nie mehr richtig krank. Ich hatte vielleicht mal einen kleinen Husten oder Schnupfen und fühlte mich für ein bis zwei Tage nicht so fit. Das Bett musste ich aber seither nie mehr aufgrund einer Krankheit hüten. 

Warum ist das so? Weil ich mein Immunsystem mit einer ausgewogenen Ernährung stärke. Durch eine zuckerfreie Ernährung wirst du dich automatisch ausgewogener und gesünder ernähren. Und zwar deshalb, weil es viele gesunde Alternativen zu ungesunden (zuckerhaltigen) Lebensmitteln gibt. Du musst sie nur kennen und griffbereit haben. 

Zuckerfreie gesunde Alternativen die dein Immunsystem ganz nebenbei stärken

Zucker gibt dir nichts ausser den süssen Geschmack und viele Kalorien. Er sättigt nicht und macht Lust auf mehr. Denn wenn dein Blutzuckerspiegel abfällt – nachdem er in die Höhe geschnellt ist – bekommst du Heisshungerattacken – und dies wiederum auf Süsses. Ein Teufelskreis, welchen du durchbrechen kannst. 

Hier ein paar Ideen, wie du zuckerhaltige Lebensmittel durch eine gesunde Alternative austauschen kannst:

Du kannst dir die Übersicht hier herunterladen:

So kannst du deinen Alltag organisieren, um nicht in Versuchung zu kommen

Nimm dir Zeit für ein Frühstück

Vielleicht ist es bei dir im Büro auch so. Irgendjemand bringt immer mal wieder Gipfeli oder sonstiges Süssgebäck mit ins Büro. Da ist die Versuchung gross, sich beim “Buffet” zu bedienen. Deshalb, plane dir genug Zeit für dein Frühstück ein. Denn ein reichhaltiges Frühstück mit vielen Ballaststoffen (z.B. ein Porridge) sättigen dich sehr gut. Mit einem vollen Magen ist es viel einfacher dem Gipfeli in der Kaffeepause zu widerstehen.

Kleiner Snack zwischendurch

Sorge dafür, dass du immer Früchte zu Hause hast. Auch wenn du bisher nicht oft Früchte gegessen hast, gib ihnen eine Chance. Ich ass jahrelang fast keine Früchte, obwohl ich eigentlich Früchte mochte. Die Schublade mit Keksen und anderen Süssigkeiten zog mich jedoch immer magisch an. Heute ist unsere Früchteschale immer prall gefüllt.
Idealerweise stellst du dir gleich auch eine kleine Früchteschale im Büro bereit. Für jeden Tag eine Frucht. Du kannst sie als Zwischensnack oder als Dessert nach dem Mittagessen geniessen. Kleiner Tipp: Wenn du Äpfel und Birnen in Schnitze schneidest, ist es viel angenehmer sie im Büro zu essen.

Ein weiterer hervorragender Snack für den kleinen Hunger sind eine Handvoll ungesalzene Nüsse. Ich habe immer welche in einer Schublade im Büro sowie zu Hause. Ok, zu Hause habe ich eine ganze Box voll von verschiedenen Nüssen… Als Topping sind Nüsse jeden Tag auf meinem Porridge. Mehr als 30 g, solltest du jedoch nicht essen, weil Nüsse auch sehr viel Fett enthalten und somit viele Kalorien liefern. Aber die 30 g pro Tag sind sogar sehr gut, denn sie enthalten die gesunden ungesättigten Fettsäuren, die wichtigsten B-Vitamine, Vitamin E, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und Selen. Und dies in einer beachtlich guten Dosierung.

Nüsse sind ein guter Lieferant für Omega-3-Fettsäuren und Nahrungsfasern

Sättigende Mahlzeiten essen

Nicht nur beim Frühstück, sondern auch zum Mittagessen und Abendessen ist es gut, wenn du etwas isst, das dich gut sättigt. Hülsenfrüchte, Hafer- und Vollkornprodukte, aber auch Gemüse und Früchte sind äusserst Nahrungsfaserreich. Wichtig ist, dass du dazu genug trinkst. Ansonsten kann es zu Verstopfung führen. Falls du bisher eher Nahrungsfaserarm isst, empfiehlt es sich, langsam zu starten. Vielleicht erst mal das Frühstück umstellen und zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich dein Körper daran gewöhnt hat, das Mittagessen und danach das Abendessen (z.B. diese Linsensuppe mit Federkohl). 

Ändere dein Einkaufsverhalten

Wie du einkaufen gehst, hat einen riesigen Einfluss auf die Mengen an Zucker, die du tagtäglich isst. Bekanntlich landen immer Dinge in deinem Einkaufskorb, die du nicht brauchst, wenn du mit Hunger einkaufen gehst. Hier eine Tüte Chips, da eine Tafel Schokolade, und ach die Gummibärchen an der Kasse lachen dich auch noch an. All diese Dinge solltest du schon gar nicht erst kaufen. Denn was du zu Hause hast, isst du später auch. Weiter empfehle ich dir, immer mal wieder einen Blick auf die Zutatenliste und Nährwerttabelle zu werfen.

Am besten du schreibst dir eine Einkaufsliste und kaufst strikte danach ein. Glaub mir, das hilft enorm! 

Achte dich beim Einkaufen auf den versteckten Zucker

Leider ist uns nicht immer bewusst, wie viel Zucker wir essen, denn der Zucker ist überall drin versteckt. Selbst im Fleischkäse hat es Zucker! Auch im Sandwich das du unterwegs kaufst, oder in der Fertigpasta die so frisch und lecker aussieht (und schmeckt). Lies die Zutatenliste ganz genau, bevor du das Produkt kaufst. Aber aufgepasst! Es steht nicht immer das Wort “Zucker” auf der Verpackung. Und genau da liegt der Hund begraben. Woher soll ein normaler Verbraucher all die verschiedenen Begriffe von Zucker kennen? Wusstest du dass auch Maltose, Dextrose, Saccharose, Glucose, Fructose, Sirup, Malz, Isomalt etc. Bezeichnungen für Zucker sind (Liste ist längst nicht abschliessend)? Du bist gut daran bedient, wenn du alle Lebensmittel im Regal stehen lässt, bei denen in der Zutatenliste Zucker steht oder mit -ose, -it und -sirup enden.

Daher plädiere ich dafür, so viele Mahlzeiten wie möglich selbst zuzubereiten. Wobei wir schon beim nächsten Punkt sind.

Selbst gekocht ist der Schlüssel zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung

Nur wenn du selber kochst (oder dein/e PartnerIn, Ehemann/Ehefrau) weisst du, welche Zutaten und wie viel davon wirklich in deinem Essen stecken. Verwende frische (oder tiefgefrorene), wenn immer möglich saisonalen Produkte und du kannst dir sicher sein, dass du viele Vitamine und andere Nährstoffe zu dir nimmst, die essenziell für deine Gesundheit sind und dein Immunsystem stärken. Industriell verarbeitete Lebensmittel (Fertigprodukte) enthalten oft keine Vitamine und Mineralstoffe, viel zu viel Fett, Zusatzstoffe und oft eben auch Zucker.

Manchmal sind es die kleinen Schritte die etwas Bewirken. Es ist besser überhaupt irgendwo, irgendwie anzufangen, als gar nicht. Zuckerfrei zu sein ist nicht das Allheilmittel. Aber es ist ein Anfang. Für ein gesundes Immunsystem sind aber genügend Schlaf, regelmässige Bewegung (wenn möglich draussen um Vitamin D zu tanken, das ebenfalls dein Immunsystem stärkt), viel (Wasser) trinken und Stress reduzieren ebenfalls wichtige Faktoren.

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Wintersalat: Orangen-Fenchel Carpaccio

Wintersalat: Orangen-Fenchel Carpaccio

Du riechst es sofort! Der frische Zitrusgeschmack, der sich im Raum ausbreitet, wenn jemand eine Orange schält. Unverkennbar!

Kürzlich hatte ich beim Einkaufen einen echten Glücksgriff! Ich würde behaupten, ich habe die beste Orange meines Lebens gegessen. Nur schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Orangen gehören zum Winter wie Melonen zum Sommer!


TIPP 1:

Kaufe die Orange nicht im Supermarkt, sondern bei einem Markt mit Bio Früchten. Ich garantiere dir, der Unterschied ist gewaltig!


Doch nun habe ich ein Problem. Ich weiss, wo ich diese fantastischen Orangen kaufen kann. Heisst: Beim nächsten Einkauf kann ich mich nicht zurückhalten und werde bestimmt zu viele Orangen kaufen.

Kennst du das auch, wenn du beim Einkaufen bist und zu Hause beim Auspacken der Einkäufe denkst: Herrje, wann soll ich die nur alle essen…? Du weisst, jetzt musst du dich sputen, damit die Früchte nicht faul werden. Insbesondere bei Bio Früchte habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie weniger lange haltbar sind.


Darum TIPP 2:

Besser weniger, dafür öfter Früchte kaufen.


Wintersalat: Orangen-Fenchel Carpaccio
Wintersalat: Orangen-Fenchel Carpaccio

Nun gut, jetzt sind die Früchte da, also musst du dir etwas überlegen. Du könntest folgendes tun:

    u003cliu003eDu nimmst täglich eine Frucht zur Arbeit mit (musst sie dann aber auch essen!)u003c/liu003eu003cliu003eDu verschenkst ein paar Früchte deinen Nachbarn und/oder Freundeu003c/liu003eu003cliu003eDu schnippelst für dein u003ca href=u0022https://zuckerfrei-essen.ch/porridge-das-power-fruehstueck/u0022 target=u0022_blanku0022 rel=u0022noreferrer noopeneru0022u003ePorridge u003c/au003eeine extra Portion Früchteu003c/liu003eu003cliu003eOder du überlegst dir, wie du Früchte ausser als Frucht-Snack noch verwenden kannst. Zum Beispiel ein Wintersalat?u003c/liu003e

Und bitte nicht als Smoothie oder Saft! Das wäre dann keine zuckerfreie Ernährung mehr.

Du kannst Früchte beispielsweise als Zugabe in einem Salat untermischen. Eine Buddha-Bowl ist ebenfalls eine gute Variante, Früchte zu verwerten.

Es geht aber noch anders. Früchte können auch die Hauptzutat sein. Versuch es doch mal mit diesem winterlichen Orangen-Fenchel Carpaccio. Ein echter, knackiger Frischekick. Garniert mit frischen Sprossen, wird dieser Salat zum echten Vitamin Booster! Perfekt für die Winterzeit…

Eine herrlich leichte Vorspeise oder wunderbarer Snack am Sonntagnachmittag.

PS: Für die Sommersaison findest du hier übrigens auch noch eine leckere Variante…


Wintersalat: Orangen-Fenchel Carpaccio

Schwierigkeit: Einfach
Portionen

2

Portionen
Zubereitungszeit

20

Minuten

Dieser Wintersalat ist sehr erfrischend, leicht und eine wunderbare Vorspeise!

Zutaten

  • 1 Fenchel gross

  • 2 Orangen

  • Sprossen

  • Salatsauce
  • 3 EL Olivenöl

  • 3 EL weisser Balsamico

  • etwas Salz

  • Pfeffer

Anleitung

  • Orangen waschen und die Schale mit einem scharfen Messer rundherum abschneiden. Danach die Orange in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden
  • Fenchel waschen und mit einem Hobel in 3mm dicke Scheiben hobeln
  • Sprossen waschen und trocknen
  • Zutaten für die Salatsauce mischen
  • Eine Scheibe Orange und eine Scheibe Fenchel abwechselnd auf dem Teller anrichten.
  • Das Fenchelgrün abzupfen, klein hacken und auf dem Salat verteilen
  • Salatsauce darüber giessen. Mit Sprossen garnieren.

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Gesunder Zuckerersatz: 8 Ideen, wie du dir dein Leben auch ohne Zucker versüssen kannst

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Du hast dir fest vorgenommen, in Zukunft auf Zucker zu verzichten oder zumindest deinen Zuckerkonsum zu reduzieren. Dennoch möchtest du nicht komplett auf Süsses verzichten. Darum bist du auf der Suche nach einem geeigneten Zuckerersatz. Bei der Suche triffst du auf Erythrit, Honig, Xyilt, Süssstoffe, Birkenzucker, Dattelsirup, Kokosblütenzucker, Reissirup… Dir dreht sich dir der Kopf vor lauter Zuckeralternativen – und den Durchblick hast du trotzdem noch nicht. Sind diese Zuckeralternativen wirklich besser, gesünder als gewöhnlicher Haushaltszucker? Gibt es überhaupt einen gesunden Zuckerersatz? Eine berechtigte Frage.

Ich kann mich noch gut an meine Anfangszeit erinnern. Ich verzweifelte fast an dieser einen Frage. Verstanden hab ich’s erst nach vielen Recherchen im Internet und durch Lesen verschiedener Ratgeber. Heute habe ich eine ganz klare Meinung dazu. Für mich persönlich gibt es nur eine Zuckeralternative, die wirklich als gesunder Zuckerersatz gilt. Welcher das ist und wie vielseitig dieser Zuckerersatz eingesetzt werden kann, erfährst du in diesem Beitrag.

Kriterien für einen gesunden Zuckerersatz

  • Liefert wertvolle Nährstoffe (Vitamine, Mineralien)
  • Ist Nahrungsfaserreich
  • Wirkt sättigend
  • Stillt die Lust nach süssem
  • Ist natürlich und unverarbeitet

Du musst gar nicht so lange überlegen. Die Antwort ist so simpel.

Gesunder Zuckerersatz: Früchte und Beeren

Wie so oft im Leben liegt das beste direkt vor unserer Nase.

Darum sind Früchte und Beeren DER gesunde Zuckerersatz

In einer zuckerfreien Ernährung sind Früchte und Beeren nicht wegzudenken. Sie bieten alles, was du brauchst. Du kannst sie roh und gekocht essen. Es gibt sie in unendlich vielen Geschmacksrichtungen; von sauer wie die Zitrone, zu bitter wie die Grapefruit und süss wie die Trauben. Für Abwechslung sorgen nicht nur die vier Jahreszeiten, sondern auch die knalligen Farben und unterschiedlichen Formen.

Früchte und Beeren erfüllen alle meine Anforderungen an einen gesunden Zuckerersatz.

Früchte und Beeren…

… enthalten wertvolle Nahrungsfasern, welche dafür sorgen, dass du lange satt bist.
… sind Top-Lieferanten für Vitamin C, damit du in der Grippezeit nicht bei jedem Niesen eines Sitznachbarn ins Bett katapultiert wirst.
… enthalten Kalium, welches den Blutdruck reguliert und für eine normale Muskel- und Nervenfunktion sorgt.
… liefern kaum Kalorien

8 Ideen, wie du Früchte als gesunden Zuckerersatz verwenden kannst

Früchteteller – der gesunde Snack Zwischendurch

Nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen fällt es leichter Früchte zu essen, wenn beispielsweise Äpfel oder Birnen in Schnitze geschnitten werden. Orangen und Mandarinen kannst du schälen und die einzelnen Schnitze in einer Schale neben dir bereitstellen. Besonders im Büro ist diese Variante empfehlenswert, damit du nicht ständig klebrige Finger hast.
Aber auch eine Schale mit Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren oder Blaubeeren sind ideale Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch.

Achte dich mal, wie rasch der Teller leer gegessen ist, wenn du einen Teller mit geschnittenen Früchten und Beeren bereitstellt. Du wirst staunen!

Gesunder Zuckerersatz: Früchte und Beeren

Der Fruchtsalat – eine fruchtig, süsse Explosion

Bei uns zu Hause zelebrieren wir am Wochenende das Frühstück. Rührei, eine grosse Käseauswahl, verschiedene Brote und meist auch ein kleiner Fruchtsalat dazu.

Aber auch als Nachtisch ist ein Fruchtsalat immer wieder gern gesehen. Meist ist man nach Apéro, Vorspeise und Hauptgang so satt, da ist ein leichter und gesunder Nachtisch ganz willkommen. Und glaub mir, deine Gäste werden es dir danken!

gesunder Zuckerersatz: Fruchtsalat

Früchte zum Frühstück – mit Power in den Tag starten

Ein Porridge oder Müsli zum Frühstück ohne Früchte oder Beeren? Undenkbar… Die Früchte und Beeren geben dem Porridge das knackige, die Farbe, den Geschmack, die Süsse und die Abwechslung.


TIPP: Ein Apfel ins Porridge oder Müsli geraffelt ersetzt jeglichen Zucker.


Saftige Früchte wie Orangen, Ananas, oder Passionsfrüchte sind der Knaller im Joghurt! Das Joghurt bekommt durch den Saft zusätzlich fruchtigen Geschmack. Aber auch Beeren machen sich im Joghurt ganz gut.

Ein Stück Brot kannst du mit Fruchtaufstrich bestreichen. 100 % Früchte, 0 % zugesetzten Zucker = 100 % Fruchtgeschmack. Tschüss überzuckerte Marmelade!

Früchte als Beilage – süss und salzig geht immer

Früchte geben aber auch salzigen Speisen das gewisse Etwas. Sei es als Zutat in einem Salat oder Buddha Bowl, Apfelmus als Beilage zu Käsespätzle oder die Ananas auf der Pizza Hawaii.

Weitere Ideen zu fruchtig-süss-salzigen Mahlzeiten:

Früchte als Hauptgang – es muss nicht immer salzig sein

Ist die Lust auf Süsses mal so richtig gross, plane dir kurzerhand ein süsses Abendessen ein. Milchreis mit Zwetschgen-Kompott oder eine Wähe mit Zwetschgen oder Äpfeln eignen sich dafür besonders gut.

Früchte in Saucen – die beste Basis

Zitronen und Orangen sind ein fruchtiger und natürlicher Ersatz für Essig. Anstelle von drei Esslöffeln Essig, kannst du eine halbe Zitrone oder Orange auspressen. Ist dir die Sauce zu sauer, gib eine getrocknete Feige dazu und mixe alles mit einem Stabmixer.

Die Zitrone kann aber noch mehr. Es geht nichts über frisch gepressten Zitronensaft für eine Zitronensauce. Ich denke da zum Beispiel an Scaloppine al Limone oder Ravioli an einer Zitronensauce.


Früchte zum Nachtisch – mit gutem Gewissen schlemmen

Wenn es um den Nachtisch geht, kommst du um Früchte nicht drum herum. Es gibt nicht nur Fruchtsalat, sondern viele, viele Möglichkeiten, wie du mit Früchten einen Nachtisch ohne zugesetzten Zucker zubereiten kannst.

Für zuckerfreie Desserts sind beispielsweise reife Bananen sehr beliebt. Sei es als Zutat im Chiasamen-Pudding, als Basis für die Nicecream oder einem Omeletten mit Schokoladen-Bananen-Füllung.

Aber auch ein gebackener Bratapfel mit gerösteten Nüssen oder ein Beerenauflauf entführen dich auf die Genuss-Wolke 7.

Getrocknete Früchte – Mein Liebling der Zuckeralternativen

Die von mir weitaus am häufigsten verwendete Zuckeralternative sind Datteln. Ich verarbeite Datteln zu Dattelpaste oder mixe sie mit Nüssen klein und mache daraus Energy Balls.

Ich liebe Datteln aber auch als Frucht zum einfach so essen sowie getrocknete Feigen.

Du solltest Trockenfrüchte aber nicht in den gleichen Mengen wie frische Früchte essen. Trockenfrüchten entstehen dadurch, dass den Früchten durch Trocknen / Dörren das Wasser entzogen wird. Dadurch erhöht sich die Konzentration aller Nährstoffe um ein Vielfaches. Das ist grundsätzlich gut. Doch auch der Zuckergehalt schnellt in die Höhe.

Tabelle Frische Frucht vs Trockenfrüchte

Die Dattel ist auf dieser Tabelle nicht erwähnt, weil mir nicht bekannt ist, dass Datteln auch frisch gegessen werden können (Falls du schon einmal eine Dattel frisch gegessen hast, schreib mir unbedingt einen Kommentar, das würde mich sehr interessieren). Jedenfalls gibt es deshalb keinen Vergleich zu frischen und getrockneten Datteln. Der Zuckergehalt bei Datteln liegt bei rund 70 g Zucker auf 100 g. Ähnlich hoch wie bei den anderen Trockenfrüchten.

Zusammengefasst sind Früchte und Beeren ein sehr gesunder Zuckerersatz. In einer ausgewogenen Ernährung werden zwei Portionen Früchte pro Tag empfohlen. Eine Portion entspricht ungefähr zwei Handvoll Früchte. Ich persönlich nehme das nicht so genau. Es kann durchaus auch mal drei Portionen geben. Es ist doch viel besser, eine dritte Portion Früchte zu essen, anstelle einer Reihe Schokolade oder einem Stück Sahnetorte.

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42 Tipps, wie du deinen Zuckerkonsum im Alltag reduzieren kannst

42 Tipps, wie du deinen Zuckerkonsum im Alltag reduzieren kannst

Es ist zu einfach, mit dem Finger auf die Lebensmittel-Industrie zu zeigen und zu sagen, die Industrie sei Schuld an deinem übermässigen Zuckerkonsum. Natürlich gebe ich dir in gewissem Masse recht. Besser aber ist, wenn du deine Essgewohnheiten änderst und frische Produkte kaufst und selbst zubereitest. Du hast es in der Hand, deinen Zuckerkonsum zu reduzieren. Die Industrie wird es nicht tun, zu lukrativ ist das Süsse Gift in den Lebensmitteln…

Die Frage ist nur, wie kannst du deinen Zuckerkonsum im Alltag reduzieren? Und genau diese Frage habe ich mir zu Herzen genommen. Was kannst du an deinen Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum Abendessen verändern? Insgesamt habe ich 42 Tipps für dich zusammengestellt wie du zuckerhaltige Mahlzeiten ändern kannst, wo Zuckerfallen liegen und wie du sie ersetzen oder reduzieren kannst.

8 Tipps zum Frühstück für einen perfekten Start in den Tag

Weissbrot mit Marmelade, Croissants oder (Frucht)Joghurt mit gezuckertem Knuspermüsli. Erkennst du dein Frühstück darin wieder? Dazu ein Glas Orangensaft für den ach so wichtigen Vitamin C Gehalt?

Mit diesem Frühstück scheitert dein zuckerfreier Start in den Tag leider gänzlich.

Tipps
  • Tausche Weissbrot mit einem Stück Vollkornbrot aus. Verwende einen Fruchtaufstrich oder Frischkäse (z.B. mit ein paar Sprossen als Topping) anstelle der Konfitüre.
  • Trinkst du den Kaffee mit Zucker? Braucht es den Zucker wirklich? Versuche die Menge stetig zu reduzieren.
  • Iss besser eine ganze Frucht, statt einen Fruchtsaft zu trinken.
  • Ersetze das Fruchtjoghurt durch ein Naturjoghurt und garniere es mit frischen Beeren. Eine Passionsfrucht im Naturjoghurt untermischen schmeckt übrigens sogar mir…
  • Bereite dir ein Porridge oder Birchermüsli mit frischen Früchten zu.
  • Wie wär’s zur Abwechslung mal mit einem Rührei und dazu ein Stück Vollkornbrot?
  • Schnipsle dir einen bunten Fruchtsalat und streue etwas Granola darüber.

MERKE:
Das Ziel des Frühstücks ist es, dich zu sättigen und mit Energie für den Morgen zu versorgen, ohne dass dein Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellt. So vermeidest du Hungerattacken und die Lust auf Süsses.


8 Tipps zuckerfreies Frühstück
Vollkornbrot mit Frischkäse und Sprossen

5 Tipps zum Znüni, wenn das deine erste Mahlzeit des Tages ist

Gehörst du zu den Menschen, die nach dem Aufstehen nichts essen können? Das ist völlig OK. Kommt dann der Hunger vor dem Mittagessen, solltest du dir unbedingt etwas kleines Gönnen. Wichtig ist, dass du nicht in ein Hungerloch fällst. Und vor allem, dass du nicht zu Süssigkeiten greifst.

Tipps
  • Nimm ein Vollkorn-Sandwich von zu Hause mit. Die gekauften Sandwiches sind oft mit Zucker zugesetzt (die Sauce, das Fleisch, das Brot).
  • Iss ein Joghurt mit Beeren oder ein selbstgemachtes Birchermüsli.
  • Dippe Knäckebrot in etwas Hüttenkäse.
  • Geniesse eine frische Frucht oder eine handvoll Beeren und dazu ein paar Nüsse.
  • Bestreiche ein Vollkornbrot mit etwas Frischkäse und belege es mit frischen Sprossen.

MERKE:
Dosiere die Menge gut. Iss so viel, dass du nicht in ein Hungerloch gerätst, aber nicht so viel, dass du am Mittagessen keinen Hunger mehr hast.


7 Tipps für das Mittagessen im Büro

Hast du die Möglichkeit im Büro zu essen? Wunderbar! Denn das ist eine hervorragende Ausgangslage für deine zuckerfreie Ernährung.

Tipps
  • Koche Abends grössere Portionen und nimm die Reste mit ins Büro.
  • Bereite dir am Morgen ein Vollkorn-Sandwich zu. Kaufe kein Sandwich unterwegs!
  • Vermeide Fertigmenüs aus dem Supermarkt. Und wenn doch, dann schaue gut auf die Zutatenliste.
  • Trinke Wasser oder ungesüssten Tee. Auf keinen Fall Süssgetränke!
  • Keine Zeit gehabt zum Vorkochen? Kein Problem. Kaufe einen frischen Salat (geschnitten) und sonstiges Salatgemüse.
  • Eine Flasche Essig und Öl sowie Salz und Pfeffer sollten ab jetzt im Büro Einzug halten. So hast du immer die Möglichkeit, deine Salatsauce selber zuzubereiten. Verwende auf keinen Fall eine Fertigsalatsauce!
  • Rohkost Sticks mit Vollkornbrot und etwas Käse geht immer.

MERKE:
Selbst kochen und das Mittagessen von zu Hause mitnehmen, ist der beste Weg, deinen Zuckerkonsum zu reduzieren.


Vegetarisches Sandwich

7 Tipps, wie du dein Essverhalten im Restaurant und Kantine zuckerfreier gestalten kannst

Kundentermine und fehlende Essensmöglichkeit im Büro sind Gründe, dich über Mittag im Restaurant oder der Firmeneigenen Kantine zu verpflegen. Dies kann deinen Zuckerkonsum unbemerkt erhöhen. Kein Grund aber den Kopf hängenzulassen.

Tipps
  • Saucen aller Art beinhalten oftmals Zucker. Bestelle deshalb dein Menü ohne Sauce oder in einem separaten Gefäss. So kannst du die Menge selber dosieren (weniger ist mehr!).
  • Bereite dir die Salatsauce mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer selber zu. Vermeide Fertigsaucen, insbesondere die französischen Salatsaucen.
  • Trinke ausschliesslich Wasser. Auf keinen Fall Süssgetränke!
  • Schau dir die Dessertkarte gar nicht erst an. So kommst du nicht in Versuchung.
  • In deinem Mittagsmenü ist ein kleiner Nachtisch inkludiert? Verzichte bereits bei der Aufnahme deiner Bestellung aktiv auf den Nachtisch.
  • Beim Bestellen des Kaffees, teile dem Servicepersonal mit, dass du keine Schokolade oder Keks dazu möchtest.
  • Vorsicht bei Fruchtsalat. Er ist meist mit Zucker gesüsst. Du musst nachfragen!

MERKE:
Du bist der Boss! Die Wahl deines Gerichts und Getränk sind deine Entscheidung. Du hast es in der Hand, deine Mahlzeit zuckerreduziert zu gestalten!


Apfelschnitze

8 Tipps für den kleinen Hunger oder die Lust auf Süsses zwischendurch

Als Naschkatze, Zuckersüchtiger oder wie du dich nennen würdest, ist jetzt die Zeit gekommen, nach Süssigkeiten zu lechzen.

Tipps
  • Eine Handvoll Nüsse wirken Wunder.
  • Iss eine Frucht oder frische Beeren.
  • Birnen und Äpfel in Schnitze geschnitten, isst sich viel leichter.
  • Hast du keinen Hunger aber Lust zum Knabbern? Dann iss ein Stück Knäckebrot oder zuckerfreie Crackers.
  • Rohkost Sticks und Cherry Tomaten sind die ideale Zwischenverpflegung.
  • Iss eine Dattel mit einer Walnuss oder Mandel.
  • Bereite dir Energy Balls vor und iss eine oder zwei davon.
  • Trink einen Kaffee mit einem Haselnuss- oder Vanillearoma.

MERKE:
Ersetze deinen Süssigkeiten Vorrat mit Nüssen, Knäckebrot, Crackern und Datteln oder anderen Trockenfrüchten.


7 Tipps für einfach und schnell zubereitete Abendessen ohne Fertiggerichte

Du bist müde von der Arbeit und möchtest nur noch rasch etwas in den Ofen schieben oder in der Pfanne aufwärmen? Das kann ich sehr gut nachvollziehen.

Andererseits kann Kochen auch entspannend sein. Du kannst deinen Gedanken freien Lauf geben und den Tag verarbeiten. Entdecke deine Lust am Kochen…

Und mal ehrlich, wenn du nicht gerade mit jemandem verabredet bist, was hast du denn besseres vor? TV schauen und snacken? Wäre da ein schönes Abendessen, egal ob alleine mit Familie oder zu zweit nicht viel verlockender?

Tipps
  • Reichere das Abendbrot mit einem grossen Anteil an Rohkost Sticks, Cherry Tomaten etc. an. Aufschnitt Fleisch, Salami, Würste und Senf sind meist mit Zucker versehen.
  • Vermeide Fertigprodukte oder schau dir die Zutatenliste genau an.
  • Take Away wie beispielsweise Sushi, Falafeltasche, Poulet(Kebab), Vietnamesische Suppen sind gute gelegentliche Möglichkeiten, ohne dass du kochen musst.
  • Rührei mit Vollkornbrot und dazu einen Salat.
  • Couscous ist ideal für eine zweite Mahlzeit ein, zwei Tage später.
  • Plane einen Abend für Salat oder Suppe (je nach Jahreszeit) ein. Suppe kannst du beispielsweise einfrieren oder ins Büro mitnehmen. Dazu etwas Vollkornbrot.
  • Ofengemüse ist rasch zubereitet. Dazu eine Pouletbrust.

MERKE:
Eigne dir ein paar Gerichte an, die du im Nu zubereitet hast. Je öfter du kochst, umso leichter wird es dir fallen.


Erkennst du dich in einer dieser Situationen wieder? Hinterlass mir doch bitte einen Kommentar, welche Mahlzeit für dich die grösste Schwierigkeit darstellt. Welchen Tipp wirst du umzusetzen, um deinen Zuckerkonsum zu reduzieren?

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Plötzlich zuckerfrei! Wie werden  Familie, Freunde und ArbeitskollegInnen reagieren?

Plötzlich zuckerfrei! Wie werden Familie, Freunde und ArbeitskollegInnen reagieren?

Du hast dich entschieden, auf Zucker zu verzichten oder zumindest deinen Zuckerkonsum massiv zu reduzieren. Du hast vielleicht bereits die ersten Schritte unternommen. Oder aber du zögerst noch, weil du dumme Bemerkungen aus deinem Umfeld befürchtest. Werden sie dich unterstützen? Belächeln? Hinterfragen? Dich demotivieren?

Diese Bedenken sind durchaus begründet. Weisst du, warum du dir diese Gedanken überhaupt machst? Weil es nicht das erste Mal in deinem Leben ist, dass du etwas an dir veränderst, das dein Umfeld wahrnimmt. Du hast dir die Haare von lang auf kurz geschnitten oder bist von Brünette auf Blond transformiert, dir einen Bart wachsen lassen (die Männer in der Runde natürlich), deinen Kleidungsstil geändert, die Musikrichtung gewechselt, einen neuen Freund oder Freundin deiner Clique vorgestellt, deine Einstellung in welcher Hinsicht auch immer geändert. Ich bin mir sicher dir fallen noch viele weitere Situationen aus deinem Leben ein.

Wir sind geprägt von Erfahrungen, die wir in unserem bisherigen Leben gemacht haben. Dumme Sprüche oder demotivierende Kommentare brennen sich leider meist mehr in unser Gedächtnis, als die guten und wohlgemeinten. Und genau diese Erinnerungen können uns daran hindern etwas Neues zu wagen.


Die vielleicht unbegründete Angst vor negativen Reaktionen

Es ist manchmal erstaunlich wie selbstverständlich wir mit Feedback konfrontiert werden, ohne danach gefragt zu haben. Klar freuen wir uns über spontane Komplimente wie zum Beispiel zu unserer neuen Frisur oder eine gute Arbeit die wir abgeliefert haben. Auch ehrliche und konstruktive Kritik kann durchaus hilfreich sein. Aber auf ungefragte Kommentare wie beispielsweise diese hier können wir sehr gut verzichten:

  • “Schon wieder eine neue «Diät»?” (PS: Zuckerfrei essen ist keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung)
  • “Zum wievielten Mal versuchst du mit dem Rauchen aufzuhören?”
  • “Seit wann interessierst du dich denn für Nachhaltigkeit?”
  • “Machst du mal wieder einen neuen Trend mit!”

Ja, diese Kommentare gibt es. Und davor fürchten wir uns. Wir möchten nicht, dass andere uns in unserem Vorhaben kritisieren. Wir brauchen Unterstützung und motivierende Worte. Eine Ernährungsumstellung ist per se nicht einfach! Und komplett auf Zucker zu verzichten schon gar nicht. Umso demotivierender können unschöne Bemerkungen sein.

Deine Erfahrungen sollten dich aber nicht daran hindern, dich zu verändern. Alte Geschichten müssen sich nicht wiederholen. Diese Erlebnisse auf das hier und jetzt zu projizieren wäre falsch. Darum spiele ich mit dir nun ein positiv-thinking-Spiel.
Überleg mal wie du dich fühlen würdest, wenn die Reaktionen so sind:

  • “Super, dass du dir Gedanken zu deiner Gesundheit machst und etwas unternimmst.” (Motivation)
  • “Hey cool, ich esse auch zu viele Süssigkeiten. Ich mach gleich mit dir mit!” (Begeisterung)
  • “Oh wow! Das ist echt hart. Ich könnte das nie! Dafür liebe ich Schokolade zu sehr…” (Bewunderung)
  • “Ach, das ist ja interessant. Was ist denn dein Grund für diesen Wandel?” (Interesse)

Das wären doch richtig schöne und tolle Rückmeldungen, die dich in deinem Vorhaben zuckerfrei zu werden total motivieren würden, oder? Und ich bin mir ganz sicher, dass dein nahes Umfeld hauptsächlich positiv reagieren wird. Und wenn nicht, würde ich mir ehrlich überlegen, mit wem du deine Zeit verbringst und in Zukunft verbringen möchtest…

Bevor ich auf die möglichen Reaktionen deines Umfeldes eingehe, möchte ich mich mit dir als allererstes über dein WARUM unterhalten. Denn das ist die Basis von allem. Danach vertiefen wir uns in die einzelnen Personengruppen und schauen, was genau bei den einzelnen Gruppen passieren könnte. Welchen Einfluss hat deine Zuckerfreiheit auf andere und welche Rolle das überhaupt spielt.

Verschaffe dir Klarheit WARUM du zuckerfrei werden möchtest

Die aus meiner Sicht absolut wichtigste Frage, über die du dir klar werden solltest, ist dein WARUM. Was sind deine Beweggründe, dass du dich für eine zuckerfreie Ernährung entschieden hast oder darüber nachdenkst?

Ist es weil du…

… dich generell gesünder ernähren möchtest?

… der Arzt dir geraten hat, weniger Zucker zu essen?

… dich ständig schlapp fühlst?

… das Gefühl hast, zuckersüchtig zu sein?

… darüber gelesen hast, Zucker ist ungesund?

… abnehmen möchtest – und zwar langfristig?

… dein Immunsystem stärken möchtest?

… testen willst, wie du dich in einer zuckerfreien Ernährung fühlst?

Dies alles können super Gründe sein, warum du dich für diesen Schritt entschieden hast. Was auch immer deine Beweggründe sind. Am Ende hat es immer mit DIR zu tun. Eine Ernährungsumstellung machst du nicht deiner Familie, deinen Freunden oder Arbeitskollegen zuliebe. Du machst es für DICH! Ganz alleine für dich.

Dieses WARUM solltest du immer vor deinem inneren Auge aufleuchten lassen, wenn eine Situation schwierig wird. Denn dieser Grund hilft dir in allen Situationen. Wenn du dir über dein WARUM im Klaren bist, dann wird dich das auf deinem Weg stärken.

Wie deine Familie von deiner Zuckerfreiheit beeinflusst wird

Was genau befürchtest du, wenn du an deine Familie denkst? Dass sie nicht mitmachen werden oder das ganze doof finden und dich nicht unterstützen? Ich hoffe fest für dich, dass dem nicht so ist. Und wenn doch, dann schwamm drüber und zieh dein Ding durch!

Denke immer daran, dass du es für DICH machst. Du hast ein Ziel und dieses Ziel kannst nur du alleine erreichen. Du kannst hoffentlich auf die Unterstützung deiner Familie zählen, aber dass sie mitmachen werden, darauf kannst du dich nicht stützen. Denn deine Familie hat sich die Frage des Warum nicht gestellt. Du hast dich mit dem Thema zuckerfrei essen auseinandergesetzt, nicht sie. Versuche nicht andere auf Biegen und Brechen mit auf deinen Weg zu nehmen. Wenn es freiwillig passiert, umso besser. Zwingen kannst du niemanden.

Und es ist auch gar nicht nötig. Es ist ganz einfach im Alltag zuckerfrei zu leben, ohne dass gleich die ganze Familie mitmachen muss. Wen stört es, wenn du bei den Keksen keines nimmst, wenn du anstelle von Konfitüre deinen Fruchtaufstrich auf’s Brot streichst, wenn du Abends vor dem TV keine Schokolade oder Eiskugel isst, wenn du zum Kaffee eine Dattel naschst. Niemanden.

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Das wird sich für deine Familie im Wesentlichen ändern:
  • es gibt weniger Fertiggerichte
  • es wird frischer und gesünder gekocht
  • die Menüs werden kreativer und vielfältiger
  • es steht immer eine bunt gefüllte Fruchtschale bereit
  • du beteiligst dich nicht an der Schokolade (es bleibt mehr für die Familie ;-))
  • der Vorratsschrank beherbergt nun auch Medjol-Datteln
  • Nüsse finden Einzug in deinem Haushalt
  • Das Kochbuchregal bekommt frischen Wind
  • sie werden dich zufrieden und glücklich erleben

Das sind nur ein paar Veränderungen die eintreffen werden. Ich finde, diese Aussichten sind doch gar nicht so schlecht für deine Familie, oder? Ich wüsste nicht, wo und warum deine Familie daran etwas zu meckern haben könnte? Also, nur Mut und auf in dein zuckerfreies Leben!

So kann dich deine Familie unterstützen

Deine Familie kann dich unterstützen, indem sie dein Vorhaben akzeptiert und vor allem auch motiviert. Auch handfeste Taten spielen eine wichtige Rolle:

  • Keine Süssigkeiten im Haus liegen lassen
  • Die Süssigkeiten-Box im Schrank verstauen und nicht herumstehen lassen
  • Die Süssigkeiten-Box beim TV schauen nicht zum Sofa mitnehmen
  • Wer Süssigkeiten will, soll sich seine Portion für sich holen
  • Dich nicht immer fragen, ob du auch etwas Schokolade, Eis, Kekse möchtest
  • Die Früchteschale immer mit frischen und saisonalen Früchten füllen
  • Nach neuen Dessert Möglichkeiten ohne Zucker recherchieren
  • Alle Artikel die sie über zuckerfreie Ernährung in den Medien entdecken dir weiterleiten
  • Interesse an deinem Vorhaben zeigen, Fragen stellen
  • Beim Einkaufen auf die Zutatenliste schauen und zuckerfreie Produkte kaufen, wo möglich
  • Evtl. gar keine Süssigkeiten mehr kaufen

Du kannst diese Unterstützung auch verlangen. Teile deiner Familie mit, dass sie dich bitte nicht fragen werden, ob du auch etwas Süsses möchtest, wenn sie sich an der Süssigkeiten-Box bedienen. Oder bitte um Ihre Umsicht, die Süssigkeiten-Box nicht herumstehen zu lassen (out of sight out of mind!) usw.

Was hat sich in meiner Familie verändert

Zu Beginn habe ich meine Familie nicht eingeweiht. Ich habe es einfach für mich ausprobiert. Nach ein paar Tagen oder einer Woche (ich weiss es nicht mehr so genau) war ich so weit, meinen Versuch zuckerfrei zu leben zu kommunizieren. Ich wollte erst für mich herausfinden, ob ich es schaffen kann und wie es mir dabei geht. Ich habe meine Familie nie dazu genötigt, mit mir mitzumachen. Das ist mit der Zeit ganz automatisch passiert. Mein Mann isst mittlerweile auch viel weniger Süssigkeiten. Unsere 7-jährige Tochter ist sich dem Zuckerkonsum sehr bewusst und sie weiss ganz genau, dass Süssigkeiten ein Genussmittel ist. Natürlich darf sie ab und zu Süssigkeiten essen, aber alles im Mass und genussvoll. Ein Verbot bei Kindern ist im Übrigen nicht sinnvoll, das führt eher ins Gegenteilige. Sie isst zum Frühstück nun auch Porridge und zu den Zwischenmahlzeiten werden Früchte immer ohne Murren gegessen.

Die Essgewohnheiten meiner ganzen Familie haben sich durchwegs positiv verändert und das alles ganz ohne Zwang.

Wie werden deine Freunde reagieren?

Sollte sich ein FreundIn unschön über deine zuckerfreie Ernährung äussern, dann lass dich davon bitte nicht demotivieren. Erinnere dich an dein Warum, steh dafür ein und erkläre es ihnen. Es kann sein, dass nicht alle dich verstehen werden und sie es für völlig sinnlos halten. Diskussionen in diese Richtung lohnen sich nicht. Es ist pure Energieverschwendung. Hier kann ich dir nur raten, mach einfach weiter. Verfolge dein Ziel und lass dich von nichts und niemandem abhalten. Es ist DEIN Leben, DEIN Weg, DEINE Gesundheit.

Wie gehst du mit Einladungen um

Du warst der absolute Süssigkeiten-Tiger und alle kennen dich so? Du bist bekannt dafür, dass du immer einen Kuchen backst oder ein leckeres Dessert auftischst? Und deine Freunde geben sich besonders viel Mühe beim Nachtisch, wenn sie dich zum Essen einladen?

Hier gibt es nur eines. Kommunikation! Teile deinem Gastgeber frühzeitig mit, dass du dich zuckerfrei ernährst. Ich bin ganz sicher, dass der Gastgeber diese Information schätzt. Es ist doch viel blöder, wenn er oder sie ein schönes Dessert vorbereitet und im Laufe des Abends realisiert, dass du dich zuckerfrei ernährst. Diese Situation ist für beide sehr unangenehm. Kommunikation ist alles!

So haben meine Freunde reagiert

Zu Beginn haben auch nicht alle meine Freunde verstanden, warum ich diesen Weg gewählt habe. Es kamen aber zum Glück nie blöde Bemerkungen, eher Interesse über meine Beweggründe. Anfangs kam oft die Frage, wie lange ich dies durchziehen möchte. Meine Antwort lautete stets, ich weiss es nicht. Zurzeit bin ich mega happy damit, fühle mich extrem wohl und fitter und sehe keinen Grund, meinen zuckerfreien Weg zu verlassen. Heute, bald 3 Jahre später, stellt dies niemand mehr infrage. Im Gegenteil. Sie bestärkten mich sogar eine Weiterbildung als ErnährungsCoach zu machen und diesen Blog zu starten.
Wenn ich eingeladen bin, gibt es mittlerweile immer einen Nachtisch ohne Zucker. Würde ich Gluten nicht vertragen, dann wäre die Hauptspeise ja sicherlich auch nicht Spaghetti, oder?

Also keep cool. Deine wahren Freunde werden dich unterstützen und motivieren!

Sprüche deiner Arbeitskolleg:innen

Was könnten das denn für Sprüche sein? Du schaffst es eh nicht? Hast du wieder einmal eine neue «Diät» gefunden? Du würdest besser aufhören zu rauchen! (Wäre auch gut, aber hej, irgendwo muss man ja mal mit einem gesünderen Lebensstil starten, oder?).

Nun ernsthaft, was bedeuten dir die Meinungen deiner Arbeitskolleg:innen zu deinem privaten Leben? Ein Feedback zu deiner Arbeit kann durchaus sinnvoll sein. Aber auch da nur, wenn du sie nach deren Meinung fragst, oder? Ungefragte Kommentare sind so oder so nicht besonders willkommen.

Aus meiner Sicht musst du bei deinen KollegInnen deine Ernährungsumstellung gar nicht gross kommunizieren – wenn du nicht willst. Es ist dir überlassen, wen du einweihen möchtest und wen nicht.

Im Grossen und Ganzen kann ich mir nicht vorstellen, dass blöde Sprüche fallen werden. Ich würde mir da auch nicht zu viele Gedanken machen. Vor allem sollen dich solche diese Gedanken nicht von deinem Vorhaben abbringen lassen.

Positiv denken, dein Ziel konsequent verfolgen und lass dich nicht von längst vergangene Erlebnissen beeinflussen

Zuckerfrei essen ist eine Entscheidung, die du für dich alleine triffst. Du machst es nicht für deine(n) PartnerIn, Nachbarn, Freunde oder ArbeitskollegIn. Wenn du dein Warum kennst, kannst du viel selbstbewusster und plausibler anderen deine Beweggründe erklären – sofern du das überhaupt möchtest. Verschwende keine Zeit und Energie, andere für dein Vorhaben zu gewinnen. Der einzige Weg, wie du andere motivieren kannst, sind deine Erfolge. Du kannst ein Vorbild für dein Umfeld sein, sodass sie später vielleicht sagen, das will ich auch. Dann kannst du sie mit all deinen Erfahrungen unterstützen und wertvolle Tipps geben. So wie ich das hier für dich mit diesem Blog mache.

Lass dich nicht von negativen Erlebnissen leiten. Denke positiv und es wird alles gut kommen. Wenn du selbstsicher deine Entscheidung vertrittst, werden die Reaktionen bestimmt gut ausfallen.

Für den Fall, dass dir doch ein dummer Spruch um die Ohren geschlagen wird, sprich es direkt an. Frag nach dem Grund, warum er oder sie das soeben gesagt hat. Teile der- oder demjenigen mit, dass dich dieser Spruch verletzt hat und du dir wünschst, unterstützt zu werden. Bei ungewollten Kommentaren kannst du auch gerne sagen, dass du ihn/sie nicht nach seiner/ihrer Meinung gefragt hast. Sei schlagfertig oder stelle deine Ohren auf Taub. Das was dir besser liegt.

Ich hatte das Glück rundum unterstützt zu werden. Und dies nicht zuletzt, weil mir MEIN Grund, also das WARUM, sehr klar war und ich meine Entscheidung verständlich kommunizieren konnte. Ich wusste damals nicht, wohin mich die Reise führen wird. Dass ich so einen grossen Wandel durchleben werde, hätte ich in meinem Leben nicht gedacht. Und ich versichere dir, ich bereue keinen Moment!

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